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TU-Dortmund-Projekt DoProfiL trifft sich zur Eröffnungstagung

Auf der Tagung in Haltern am See vom 14. bis 16. November 2016 kamen über 50 Akteure der Lehrer/-innenbildung des Projektes „Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung“ sowie der wissenschaftliche Beirat des Projektes zusammen.

Die Prorektorin Prof. Dr. Barbara Welzel und der Direktor des DoKoLL Prof. Dr. Stephan Hußmann eröffneten als Projektleitung gemeinsam mit dem Gastmoderator Gaston Florin die zweitägige interne Veranstaltung mit der Vorstellung  der Projektarchitektur und einem Impulsvortrag zum Thema Inklusion – Irritation. Kerngedanke der Tagung war es, sich über erste Konzepte und Ideen zu Ausbildungscurricula, Qualifizierungsformaten sowie Lehr-/Lernsettings auszutauschen.

Ein zentraler Bestandteil der Tagung waren die vier thematischen Arbeitsgruppen zu den Schwerpunktthemen:

  • Zugänglichkeit durch universelle Planung und Analyse von Unterricht
  • Das Lernzentrum in DoProfiL – Konzepte und Verwendungsmöglichkeiten
  • Videobasierte Methoden in der Lehrerbildung und Unterrichtsforschung
  • Evaluation

In den Arbeitsgruppen wurden zentrale Projektelemente präsentiert, relevante Entwicklungen für die Lehrer/-innenbildung diskutiert sowie über Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Vernetzung gesprochen.  

Ein weiterer wichtiger Baustein war die Vorstellung aller beteiligten Teilprojekte im Rahmen einer Postersession. Hier bestand die Möglichkeit sich detailliert mit den Expert/-innen der einzelnen Disziplinen auszutauschen, Forschungsdesigns und -konzepte kennenzulernen und über mögliche Kooperationen zu sprechen. Einen Überblick über alle Qualifizierungsprojekte erhalten Sie untern folgendem Link: zu den Qualifizierungsprojekten.

Das zu Beginn des Jahres gestartete Projekt ist Teil der bundesweiten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“, die von Bund und Ländern angestoßen wurde, um die Ausbildung von Lehrer/-innen gemeinsam zu verbessern. Zentrales Ziel von DoProfiL ist in diesem Zusammenhang die Neuausrichtung der Lehramtsausbildung auf Basis eines umfassenden Inklusionsverständnisses an der TU Dortmund. Dazu werden unter anderem Curricula, Methoden, Lehr-/Lernformate, Fachkulturen und vor allem universitäre Strukturen sowie Verknüpfungen zwischen Theorie und Praxis überprüft, modifiziert und neu entwickelt.

Wie umfassend diese Aufgabe in Zukunft ist, belegen die aktuellen Zahlen aus dem Sommersemester 2016. Hier sind 32.047 Studierende an der TU Dortmund eingeschrieben, davon studieren 6.365 Studierende (19,9%) Lehramt in 30 Fächern und 5 unterschiedlichen Schulformen (G, HRGe, GyGe, BK, SF). Um eine zukunftsfähige Lehrer/-innenbildung zu etablieren, gilt es die Herausforderungen einer Schule der Vielfalt im Blick zu haben (vgl. HRK & KMK, 2015). Das Projekt startet in den Fächern bzw. Fachdidaktiken der Chemie, Germanistik, Kunstgeschichte, Mathematik, Musik, Psychologie, des Sachunterrichts, der Sozialpädagogik, des Sport und der Theologie. Die Bildungswissenschaften und die Rehabilitationswissenschaften bilden die inhaltliche Querstruktur für alle Schulformen.

Alle Lehramtsstudierenden der TU Dortmund sollen einen inklusiven Umgang mit Diversität als umfassendes Bildungskonzept theoretisch kennen lernen und praktisch nutzen. Inklusion basiert auf der Wertschätzung von Diversität als professionell vertretene Einstellung. Diese Einstellung erwerben Lehrpersonen im Erleben positiver Praxis, die bereits in der Ausbildung erfahren und für die spätere Berufspraxis fruchtbar gemacht wird. Die Möglichkeit, das erlernte Wissen in geschützten Räumen praxisnah zu erproben, im Team zu reflektieren und weiterzuentwickeln, wird durch die enge Kooperation von (Nachwuchs-)Wissenschaftler/-innen und etablierten Wissenschaftler/-innen realisiert. Begleitet werden die Beteiligten im Rahmen einer hochschuldidaktischen Qualifizierung durch das Zentrum für HochschulBildung (zhb) und DoBuS (Bereich Bhinderung und Studium). Das Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) gestaltet in enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten die projektinterne Evaluation.

Über „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“:

Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ wollen der Bund und die Länder Reformen in der Ausbildung von Lehrer/-innen anstoßen und diese gemeinsam verbessern. Dafür werden bis zum Jahr 2023 insgesamt bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung gestellt (erste Förderphase 2015 bis 2018, zweite Förderphase 2019 bis 2023). Nach den ersten beiden Bewilligungsrunden der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ werden deutschlandweit 49 Projekte gefördert. In Nordrhein-Westfalen wurden in der zweiten Förderrunde neben der TU Dortmund auch die Deutsche Sporthochschule Köln, die Universitäten Bielefeld, Duisburg-Essen und Münster als förderungswürdig eingestuft. In der ersten Runde hatten sich aus NRW bereits die RWTH Aachen, die Bergische Universität Wuppertal sowie die Universität zu Köln durchsetzen können. Die nun insgesamt acht NRW-Universitäten erhalten bis 2019 zusätzliche 39 Millionen Euro Fördermittel der Bundesregierung. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sagt: „Die Wahl aller acht Universitäten ist eine Bestätigung für die exzellente Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen. Dass die jetzt hinzugekommen fünf Universitäten überwiegend Anträge zum Erwerb von Inklusionskompetenzen eingereicht haben, zeigt: Auch die NRW-Universitäten nehmen die Herausforderungen an, die sich aus der Schulentwicklung ergeben.“ (Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW).

Weitere Informationen:
http://www.doprofil.tu-dortmund.de

Ansprechpartnerin für Rückfragen:

Dr. Dorothée Schlebrowski

Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL)

Telefon: 0231 –755 5308

E-Mail: