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DoProfiL erhält weitere Förderung

Die TU Dortmund ist beim bundesweiten Förderprogramm „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” erneut erfolgreich: Neben anderen Universitäten erhielt sie jetzt den Zuschlag für die weitere Förderung ab 2019. Damit kann das Projekt DoProfiL – „Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung” – bis zum Jahr 2023 fortgesetzt werden. Insgesamt fließen für diesen Zeitraum rund 5,7 Mio. Euro an die TU Dortmund.

Die Technische Universität Dortmund hat die Zusage für die Fortsetzung des Projekts „DoProfiL – Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung“ erhalten. Das Projekt, das seit 2016 im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert wird, wurde in der Zwischenbegutachtung positiv begutachtet und für die zweite Förderphase der Qualitätsoffensive empfohlen. Die Technische Universität Dortmund erhält damit eine weitere Förderung von Mitte 2019 bis Ende 2023.

DoProfiL konnte seine breit gefächerte Arbeit im Sommer bereits mit einem Sammelband und einem Film vorstellen. „Wir sind stolz darauf, dass sich so viele Personen – Professorinnen und Professoren, Doktorandinnen und Doktoranden, Postdoktorandinnen und Porstdoktoranden sowie Studierende – in Dortmund an der Zukunftsgestaltung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung für die veränderten Anforderungen der Gegenwart und Zukunft beteiligen. Zu nennen ist insbesondere die vielfältiger werdende Gesellschaft, für die künftige Lehrerinnen und Lehrer sorgfältig und reflektiert ausgebildet werden müssen. Dafür wird in DoProfiL neben der Entwicklung neuer Lehrkonzepte auch Grundlagenforschung betrieben“, so Prof. Barbara Welzel, Prorektorin Diversitätsmanagement, Co-Projektleitung. 

„Der Erfolg der nordrhein-westfälischen Universitäten ist eine Bestätigung für die hohe Qualität der Lehrerausbildung im Land. Mit der weiteren Förderung können die Hochschulen ihre vielversprechenden Projekte fortführen und die Lehrerbildung auf hohem Niveau weiter verbessern – insbesondere in den wichtigen Bereichen Inklusion und Digitalisierung”, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Im Sinne eines strategischen Changemanagements verfolgt DoProfiL das Ziel, die Qualität der Lehrer/-innenbildung insgesamt zu steigern sowie für die veränderten gesellschaftlichen Anforderungen zu profilieren und zu optimieren, die sich durch Inklusion und die zunehmende Wahrnehmung von Diversität ergeben. Dies geschieht in enger Kooperation mit allen zentralen, an der Lehramtsausbildung der TU Dortmund beteiligten Akteur/-innen, (Nachwuchs-)Wissenschaftler/-innen sowie dem Rektorat und dem Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL). Damit wird Inklusionsorientierung – auf Diversitätsaspekte in ihrer ganzen Breite bezogen – zu einem festen Bestandteil der Lehramtsausbildung.

Schulministerin Yvonne Gebauer sagte: „Ohne hervorragend ausgebildete Lehrkräfte ist beste Bildung nicht möglich. Die ‚Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘ stärkt die Bedeutung und Wirksamkeit der Lehrerausbildung in den Universitäten. Diese ist ein Baustein dafür, dass sich künftige Lehrkräfte den wesentlichen Zukunftsfragen an unseren Schulen stellen können, wie dem Umgang mit Heterogenität an Schulen sowie Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel.” 

Die zweite Förderphase eröffnet die Möglichkeit, das bislang Erreichte in dreifacher Hinsicht zu erweitern und zu intensivieren. Auf struktureller Ebene besteht die Erweiterung in der Einbindung aller lehramtsausbildenden Fächer der TU Dortmund. Auf der Ebene von Forschung und Entwicklung  wird eine thematische Fokussierung auf spezifische Diversitätsaspekte sowie auf die vier Themenschwerpunkte „adaptive Lernsituationen“, „kulturelle Teilhabe“, „videobasierte Fallarbeit“ und „inklusionsorientierte fachdidaktische Entwicklungsforschung“ angestrebt. Neben Theorien und Konzepten sollen konkrete Bausteine für die inklusionsorientierte Lehrer/-innenbildung entwickelt werden, die von Hochschullehrenden aller Fächer in der Lehre eingesetzt werden können. Aus einer Nachhaltigkeitsperspektive sollen schließlich die Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen durch kohärente Konzept-, Materialentwicklung und -gestaltung, institutionalisierte Kommunikationsformen und eine breit angelegte Weiterqualifizierung der Hochschullehrenden in allen lehramtsrelevanten Fächern verstetigt werden.

„Damit können wir unsere Bemühungen, Theorie und Praxis wie auch Forschung und Lehre verstärkt aufeinander zu beziehen, weiter intensivieren“, sagt Prof. Stephan Hußmann, Projektleitung von DoProfiL. 

TU Dortmund geht mit DoProfiL in die zweite Förderphase

Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” wollen Bund und Länder Reformen in der Lehrerbildung an den Hochschulen unterstützen und beschleunigen. Mit einem Betrag von bis zu 500 Millionen Euro werden von 2015 bis 2018 (erste Förderphase) und von 2019 bis 2023 (zweite Förderphase) Projekte der Lehrerausbildung gefördert.

Im Juni dieses Jahres haben Bund und Länder zudem eine zusätzliche Förderung der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung” mit den Schwerpunkten „Digitalisierung in der Lehrerbildung” und/oder „Lehrerbildung für die beruflichen Schulen” in Höhe von 64 Millionen Euro beschlossen.

Für die erste Förderphase hatte die TU Dortmund im Jahr 2015 für ihr Projekt DoProfiL rund 5,7 Mio. Euro Fördermittel eingeworben. Auf der Grundlage erster Ergebnisse hat nun ein bundesweites wissenschaftliches Gremium über die weitere Förderung ab 2019 entschieden und die Projekte der acht nordrhein-westfälischen Universitäten positiv bewertet, sodass nun weitere 40 Millionen Euro Fördermittel fließen.