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Begleitende Projektevaluation

Während der gesamten Projektlaufzeit von DoProfiL wird der Prozess begleitend evaluiert. Die Evaluationsergebnisse dienen der Reflexion und Qualitätssicherung. Die zweite Förderphase von DoProfiL knüpft an das Evaluationsdesign der ersten Phase an, führt dieses fort, ergänzt und erweitert es. Im Zentrum der formativen und summativen Evaluation steht die inklusionsorientierte Lehrer*innenbildung.

 

Ein Person füllt einen Bogen zur Evaluation aus. © Pixabay

Die Evaluation fußt auf drei Säulen:

  1. auf der Befragung der Lehramtsstudierenden der TU Dortmund,
  2. auf der Befragung von Hochschullehrenden, die an der Lehramtsausbildung und an dem Projekt DoProfiL beteiligt sind sowie
  3. auf der inhaltlichen Analyse der Curricula/Modulhandbücher.

Auf Studierendenebene werden studienabschnittsbezogene und lehramtsbedingte Einflüsse auf die professionellen inklusionsbezogenen Kompetenzen der angehenden Lehrkräfte untersucht. Dazu werden die Studierenden zu drei Messzeitpunkten (MZP) jeweils im Sommersemester (SoSe) über einen Online-Fragebogen schriftlich befragt. Basierend auf den Befunden früherer Forschungen wurde eine Auswahl an relevanten Kontextvariablen und -faktoren getroffen, die über verschiedene Erhebungsinstrumente erfasst werden (vgl. Abbildung Exemplarisch ausgewählte Erhebungsinstrumente).

 

Auf institutioneller Ebene werden Lehrende der TU Dortmund, u.a. mit dem Fragebogen „Inclusive Teaching Strategies Inventory“ (ITSI; Lombardi, Murray & Gerdes, 20116), zu Inklusion und Diversität im Hochschulkontext befragt. In einem wiederkehrenden Turnus fokussiert die Befragung jeweils im SoSe die Einstellungen der DoProfiL-Lehrenden zu behinderungsspezifischen und Universal Design-basierten Lehrmethoden im universitären Kontext und die Befragung im Wintersemester (WiSe) jeweils deren konkrete Umsetzung.

Auf curricularer Ebene werden zum Ende der zweiten Projektphase erneut die Modulhandbücher der Lehramtsstudiengänge unterschiedlicher Schulformen inhaltsanalytisch untersucht. Durch den Vergleich mit der Bestandsaufnahme aus der ersten Förderphase soll quantifiziert werden, welche Anteile sich im Hinblick auf die inklusionsorientierte Lehrer*innenbildung verändert haben.

Die stetigen Evaluationen erlauben die Adaption generierten Wissens an der laufenden Projektarbeit und ermöglichen zum Ende der zweiten Förderphase eine summative Evaluation.

Zeitplan der begleitenden Projektevaluation
Exemplarisch ausgewählte Erhebungsinstrumente

Literatur alphabetisch hochgestellt
1 Bosse, S. & Spörer, N. (2014). Erfassung der Einstellung und der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden zum inklusiven Unterricht. Empirische Sonderpädagogik, 6(4), 279–299.
2 Carstensen, B., Lindner, C., Klusmann, U., Baum, M., Brouër, B., Burda-Zoyke, A. et al. (2019). STePS 2019: Skalenhandbuch zur Dokumentation der Evaluationsinstrumente im Projekt „Lehramt mit Perspektive an der CAU Kiel“ – 3. Messzeitpunkt. IPN.
3 Gawronski, M. (2014). Universal design for learning: perceptions of faculty and students at a northeastern community college

(Dissertation). Colorado State University. Verfügbar unter mountainscholar.org/bitstream/han-dle/10217/88432/Gawronski_colostate_0053A_12736.pdf [15.11.2019].


4 Gawronski, M., Kuk, L. & Lombardi, A. R. (2016). Inclusive Instruction: Perceptions of Com-munity College Faculty and Students Pertaining to Universal Design. Journal of Postsecondary Education and Disability, 29(4), 331–347.
5 Heyder, A., Vaskova, A., Hußmann, A. & Steinmayr, R. (2018). Wissen von angehenden Lehrkräften zu Diversität im Kontext schulischer Inklusion: Die Entwicklung eines Wissenstests und erste Ergebnisse. In S. Hußmann & B. Welzel (Hrsg.), DoProfiL – Das Dortmunder Profil für inklusionsorientierte Lehrerinnen- und Lehrerbildung (S. 267-278). Waxmann.
6 Lombardi, A., Murray, C. & Gerdes, H. (2011). College faculty and inclusive instruction: Self-reported attitudes and actions pertaining to Universal Design. Journal of Diversity in Higher Education, 4(4), 250–261.
7 Lüke, T. & Grosche, M. (2017). Professionsunabhängige Einstellungsskala zum Inklusiven Schulsystem

. Wuppertal: Bergische Universität Wuppertal. doi.org/10.6084/m9.figs-hare.2245630


8 Schwarzer, R. & Jerusalem, M. (Hrsg.) (1999). Skalen zur Erfassung von Lehrer- und Schülermerkmalen Dokumentation der psychometrischen Verfahren im Rahmen der Wissenschaftlichen Begleitung des Modellversuchs Selbstwirksame Schulen. Freie Universität Berlin.
9 Tometten, L., Heyder, A. & Steinmayr, R. (2019). Validierung der Kurzversion eines Fragebogens zur Erfassung von Diversitätswissen im Kontext schulischer Inklusion (DiWi-K). Poster präsentiert auf der 7. Tagung der Gesellschaft für Empirische Bildungsforschung (GEBF), Köln.
 

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.